Schatten rechts
Orthopädische Praxisklinik Baunatal
Privatklinik für Orthopädie Baunatal
Hausärztliche Praxis im MVZ
Zentrum für alternative Schmerztherapie Baunatal
Zentrum für Prävention & Sportmedizin Baunatal
Orthopädische Praxisklinik Baunatal/Wolfhagen
Reha Baunatal - Ambulantes Zentrum
#1
#2
#3
#4
#5
#6
#7
Klicken Sie auf die Bilder

Kniescheibenluxation

Synonyme: Patellaluxation, rezidivierende
habituelle Patellaluxation, Patellainstabilität

Behandlung mittels MPFL-Plastik
(Rekonstruktion des inneren Bandapparates der Kniescheibe)


Als alternatives und besonders schonendes sowie kosmetisch günstiges Verfahren kann die Kniescheibe mit einem Teil der Oberschenkelsehne stabilisiert werden. Hierbei ist lediglich eine kleine Hautinzision am Oberrand der Kniescheibe nötig. Ebenso kann auf Bohrungen in ihr verzichtet werden. Es wird mit deutlich weniger Belastung für unsere Patienten eine optimale Stabilität der Kniescheibe erreicht.

Das wiederholte Herausspringen der Kniescheibe ist beim
jungen Menschen häufig mit Fehlstellungen und Fehlbildungen
der Kniescheibe und der gegenüberliegenden Gleitrinne am Oberschenkel vergesellschaftet. In 95% der Fälle kommt es
dabei zum Zerreißen des Kapsel-Bandapparates an der Innen-
seite des Knies, mitunter auch zu Verletzungen des Knorpels.

Knorpelschäden und Fehlstellung können in der Folge eine Arthrose hinter der Kniescheibe nach sich ziehen.

Zunächst ist es wichtig, sorgfältig zu untersuchen, welche
Ursache der Kniescheibeninstabilität zugrunde liegt - dies geschieht per klinischer Untersuchung, Röntgenuntersuchung
oder Kernspinuntersuchung (MRT). Fast immer ist es notwendig, den zerrissenen Kapsel-Bandapparat der Kniescheibe zu rekonstruieren.

Dies geschieht im akuten Stadium arthroskopisch, bei wiederholten Luxationen im Rahmen der so genannten MPFL-Plastik (MPFL = mediales patellofemorales Ligament). Hierbei wird, wie bei einer Kreuzband-OP, in minimalinvasiver Technik eine körpereigene kleine Sehne am Schienbeinkopf entnommen und an Kniescheibe und Oberschenkel mit resorbierbaren- oder Titan-Ankern eingeflochten (Bilder 5 und 6). Damit ist die strecknahe und vollbelastbare Stabilisierung der Kniescheibe wieder hergestellt.

Dieser Eingriff geschieht in einem kurzstationären Aufenthalt,
die Nachbehandlung erfolgt frühfunktionell bei vorübergehender Teilbelastung, intensiver krankengymnastischer Übungstherapie und zügiger Auflastung auf das volle Körpergewicht.

Nachbehandlungsplan
NBP Kniescheibenstabilisierung MPFL-Plastik

Autor: Dr. med. Christian Gröll . 22.08.2013